ES BEGANN IN DER METZGEREI


Mein Name ist Toni Tänzer. Ich bin Inhaber von International Streetfood und nein: Toni Tänzer ist kein Künstlername. Auch wenn man mir das mancherorts nachsagt. Schaut man sich auf der Landkarte Ilmsdorf im Saale-Holzland-Kreis von Thüringen meinen Herkunftsort an, dann erkennt man recht schnell, wie sehr auch heute noch das Dorf in die Natur eingebettet ist. Im Englischen würde man von der Country-Side sprechen. Und das trifft es ganz gut. In der Region einigte man sich damals auf einfache Regeln des ländlichen Alltags. Die erste Währung war vor 100 Jahren noch der Tauschhandel: Fleisch gegen Holz, Holz gegen Farbe und Farbe gegen Wurst. Man bekommt noch heute eine Idee von diesem Warentausch. Man achtete auf gegenseitigen Respekt und auf gute Qualität der Erzeugnisse. So erlebte ich in meiner frühen Kindheit die Leute am Land. Dann kam der Mauerfall und wir gingen in den Westen.

Ich wurde als Kind in der dritten Generation einer ländlichen Metzgerei geboren. Mein Urgroßvater kaufte sich Bücher und Vieh und begann mit der Metzgerei 1936. Laut Erzählungen war er bereits mit 24 Jahren der beste Metzger in der Region. Alle Erfahrung gab er an seinen Sohn weiter und der wiederum an meinen Vater. Die Frauen meiner Väter waren Köchinnen, geboren um einen Familienbetrieb zu stützen. Und sie kochten immer gut: für die Familie, für die Metzger und für viele im Dorf. Als Kind tauchte ich in diesem Familienkreislauf auf und ich tat sehr früh das, was alle taten: ich half beim Schlachten, beim Würzen und beim Einräumen der Ware im Ladengeschäft. Mein Vater lehrte mich das, was sein Vater ihm beibrachte. Ich bin ein Kind einer langen Tradition. Wir arbeiteten mit Rezepten einer Landmetzgerei und fertigten rustikale Gerichte an, die zur ländlichen Gegend passten.

AUF DER SUCHE NACH DER BERUFUNG


2002 änderte sich aber dann die Welt für mich und entgegen dem Wunsch meines Vaters wurde ich Koch, anstelle von Metzger. Obwohl ich bereits vieles von meiner Familie erlernte, was ein Metzger wissen musste, zog es mich in die Zubereitung von Mahlzeiten. Ich hatte nie hinterfragt, warum ich nicht Metzger wurde – ich wollte einfach Koch werden. Mir war eigentlich nur klar, dass ich in der Zubereitung von Menüs näher an dem war, wonach ich suchte. So lange ich denken kann, wollte ich Koch werden. Während meine Freunde in den zwei Klassenstufen meiner Schule noch darüber nachdachten, was sie werden wollten, stand für mich fest, dass ich zwar irgendwie meiner Familientradition treu sein wollte, aber eben nicht als Metzger.

ZWISCHEN STERNEKÜCHEN UND SPITZENKÖCHE


Angetan von den feinen Speisen der internationalen Restaurants und fasziniert von exzellenten Spitzenköchen der modernen Küche begab ich mich für meine Lehre zum Koch nach Bayern. Ich sah meine Chance am Starnberger See und darin, dort den Profis über die Schulter zu schauen und von dem gewaltigen Repertoire der Profis zu lernen. Mit meiner abgeschlossenen Lehre war ich mehr als glücklich. Lange Jahre arbeitete ich beim Sternekoch Markus Bischoff – ein Meister seines Fachs. Eigentlich war diese Zeit gleich einer weiteren Lehre!
Der Umgangston der Spitzenköche war rau, herzlich und absolut dem Geschmack verpflichtet. Nichts ging über den Tresen ohne dass es geprüft wurde. Ich lernte, wie man der Zunge einer gehobenen Gesellschaft gerecht wird und den Gaumen von Feinschmeckern befriedigte. Ganz egal, ob dann Mais zu süßem Popkorn oder das Fleisch mit einer Zwiebelsenf-Kruste veredelt wurde: alles wurde auf eine geniale Weise kombiniert, alles wurde im Geschmack auf die Spitze getrieben und allem wurde der Zauber guten Geschmacks eingehaucht. Man war mit nichts zufrieden, was nicht wirklich gut war. Das Wort gut musste ich selbst neu definieren, denn alles was ich lernte, war auf den Punkt gar, auf den Punkt gewürzt und auf den Punkt perfekt. Letztlich führte das dazu, dass ich in Kochwettbewerben die besten Plätze belegte und die Schule mit einer glatten Eins im praktischen Kochen abgeschloss.

AUF DER SUCHE NACH DEM HERZSCHLAG


Nach meiner Lehre und bei einem Sternekoch arbeitend fühlte ich mich angekommen,- und doch noch auf der Suche. Es waren Topadressen bei denen ich arbeitete. Verglichen mit der Zeit vor der Lehre konnte ich jetzt nicht nur kochen, sondern so langsam auch bei ausgereiften Sterneköchen mithalten. Ich begann zu verstehen, was gehobene Küche ausmacht, konnte ebenfalls Nahrungsmittel so kombinieren, dass beeindruckende Gerichte entstanden. Selbst bei einfachen Dingen wie Kaffee oder der Sahne wurde ich kreativ. Ich fühlte mich eigentlich pudelwohl, aber mir fehlte etwas. Lange Zeit konnte ich auch nicht bestimmt sagen, was es war. Irgendwie war ich auf der Suche nach dem, was mich wirklich antreibt und doch mit mir und meiner Tradition zu tun hatte. Mir fehlte in der Feinschmecker-Welt etwas, was ich schwer in Worte fassen konnte. Irgendwann kam mir, wonach ich suchte. Ich fand es jedoch nicht in der feinen Welt, sondern die Suche endete, als mir mein eigener Wertegang bewusst wurde.

MEIN ERSTER FOODTRAILER & DER WILDE WESTEN


Geprägt durch meine Herkunft und dem direkten Verkauf der Ware an die normalen Leute, den Alltagskunden. Nebenbei interessierte mich immer der Imbiss und der Straßenverkauf. Dort fand ich allerdings entweder den schlechten Imbiss um die Ecke oder aber die Fastfoodketten, bei denen die Nahrung am Reißbrett entsteht, um Massenmenüs zu erzeugen. Ich entdeckte wie viele den Verfall eines guten Geschmacks, bei dem man heute immer noch nicht sagen kann, was zuerst war: ein schlechtes Angebot oder der Wunsch der Kunden nach billigen Mahlzeiten. Irgendetwas in mir sagte: „Bring die feine Küche auf die Straße“.Durch diese Erfahrung entstand in mir die Idee, wieder eine gute Küche auf die Straße zu bringen und den Anspruch an Traditionelles aufrecht zu erhalten. Ich erinnere mich noch an die Zeit, als ich mit meiner Frau auf den wirklichen Straßenverkauf von Speisen anging. Schnell wurde mir klar, dass hier ein echter Bedarf besteht, was mein heutiges Geschäftsmodell rechtfertigte.

Manchmal ist es der Ruf des Schicksals und der Hauch einer geführten Intuition, denn zeitgleich passierte etwas Verblüffendes: Das große Ö-Center bei mir um die Ecke ist hier jedem ein Begriff und Thomas Grabert ist der Besitzer. Genau ihm erzählte ich meinem Wunsch und meinen Gedanken, eine gehobene Küche auf die Straße zu bringen. Er wiederum sagte nur: „Komm mal mit“. Und plötzlich stand ich vor einer mobilen Küche als Anhänger (mein heutiger Foodtrailer). Es war ein AIRSTEAM und ebenso besonders war die Ausstattung im Inneren. Umgeben von technischen Hochleistungsgeräten und einer Highend-Gastronomieeinrichtung konnte ich so eine hochwertige Küche auf die Straße bringen, die auch meinen hohen hygienischen Ansprüchen gerecht wurde. Es war ein perfekter Moment und führte mich auf einen völlig neuen beruflichen Weg.

Im weiteren Verlauf wurde Thomas zu meinem Freund und Gönner. Er ermöglichte mir, den tiefen Wunsch in der Realität umzusetzen! An dieser Stelle möchte ich mich auch bei Dir Thomas für die Freundschaft, Hilfe und Unterstützung bedanken!

MEIN KONZEPT VON INTERNATIONAL STREETFOOD


Mein Konzept ist philosophisch gesehen die Konsequenz meines Lebenslaufes: eine Premiumqualität zu den Leuten auf die Straße bringen! Mein Familie hatte eine gute Art, sich dem Publikum auszusetzen und es zu gewinnen: mit guter Handwerksarbeit, hoher Qualität und nachhaltigen Produkten den Geschmack der Menschen in der Region zu treffen. Und genau das ist mir ebenfalls in die Wiege gelegt.

Ich biete Euch allen eine internationale Küche von erprobten Rezepten an, die ich selbst auf meine Bedürfnisse angleiche. Dabei stelle ich die wichtigsten Länder in dem Konzept meiner Zielgruppe bereit und nehme ein Land für je vier Jahre in den Hauptfokus. Da ich die Küche der USA liebe, stelle ich den BURGER in die Mitte meiner Aufmerksamkeit. Meine Gäste können also auf eine erstklassige Burger Linie und weltweit bekannte Klassiker aus einem Wunschland zugreifen!

DAS REZEPT ZUM "TONIS HONKY TONK BURGER"


Der Klassiker im Straßenverkauf war in Amerika der Burger und schwappte im letzten Jahrtausend auch zu uns. Kein anderes Menü der Straße wurde generationenübergreifend so oft gegessen. Der Burger wurde zu einer Art Kumpel von uns allen, von dem wir wissen wo er her kommt und was wir von ihm erwarten können. Doch gute Burger sind rar geworden, Rezepte dafür wurden einfach kopiert und kopiert. Man hat vielerorts dem Burger die Seele und den Geschmack genommen. Wir haben meiner Meinung nach vergessen, wie der gute, alte Kumpel sein muss: Frisches Fleisch, beste Zutaten, handgemachte Soßen und eine hohe Vitalkraft.

Das Grundrezept für meinen Burger stammt aus einem kleinen Honkytonk im Südwesten der USA. In kleinen Kneipen, in der ursprüngliche Countrymusik gespielt und der „gute, alte Amerikaner – der Burger“ auf eine ursprüngliche Art geboten wird. Dort wo Countrymusik auf den amerikanischen Klassiker trifft, entstand für mich der Wunschtraum meines idealen Burgers. Ich entwickelte meinen BEST BURGER EVER und erfand den sogenannten

TONIS HONKY TONK BURGER: Ursprünglich und mit hohen Aromen!

Um meinen Honky Tonk Burger sammeln sich weitere Freunde mit fantastischen, geschmacklichen Eigenschaften.

VON OKLAHOMA BIS IN DEN STADTTEIL QUEENS / NYC.


Rund um „Tonis Honky Tonk Burger“ finden Sie weitere Highlights der gehobenen Burgerklasse. All ihnen habe ich eigene Namen gegeben und sie der jeweiligen Region der USA angepasst. Freilich wirkt es frech, wenn ein Deutscher her geht und die Burger auf seine Art interpretiert. Aber meine Kritiker mögen mir verzeihen und ich verspreche Ihnen, dass dem Original Burger kein Unrecht angetan wurde. Im Gegenteil.

Bei einem Burger haben wir immer ein Bild vor Augen. Daran halte ich mich grundsätzlich auch, aber wenn Sie in einen Burger von International Streetfood beißen, passiert in Ihrem Kopf und Gefühl etwas wirklich Gutes: Sie werden von einem sehr guten Geschmack besucht! Und am nächsten Tage werden Sie zu sich selbst sagen können, dass es völlig richtig war, diesen „Honky Tonk Burger“ zu essen. Das verspreche ich Ihnen!

Auf meiner Webseite entdecken Sie nachfolgende Burger und ich möchte Ihnen eine kleine Vorausschau geben und Ihnen meine Honky Tonk Burger Line kurz vorstellen:

THE COACHMAN BURGER mit Herkunft aus Buffalo.

THE MOUNTAINMAN BURGER  aus Arizona kommend.

THE QUEENS BURGER aus dem Stadtteil Queens / NYC. stammend.

THE EASTSIDE BURGER kommt aus einer Region an der Ostküste.

THE CALIFONIA NUGGET BURGER kommt aus einer Goldgräberstadt in Kalifornien.

Versuchen Sie bitte all meine Burger einmal und Sie werden merken, wie gut ein Burger schmecken kann.

Mit herzlichen Grüßen Ihr Toni Tänzer.

INTERVIEW MIT TONI TÄNZER VOM 12. JANUAR 2018