+++Interview mit Toni Tänzer vom 12. Januar 2018+++

Das Interview führt Ines Hillebrecht | Redaktion & Social Media Managerin von International Streetfood bei einem Besuch in Bamberg durch.

1. Herr Tänzer, Sie sind Ehemann, Vater eines Kindes, Inhaber von International Streetfood und starteten mit Ihrem Business vor einem Jahr. Was ist seit der Eröffnung alles passiert?

Aus einer Idee ist eine Firma geworden – kurz gesagt. Ich war 2016 auf einem Streetfoodfestival und da kam die erste Idee dazu. Auf diesem Festival gab es nichts Leckeres zu essen. „Es kann doch nicht sein, dass es kein gescheites Streetfood gibt“, dachte ich mir und nahm den Löffel selbst in die Hand. Meine langjährige Erfahrung in der Sternegastronomie kam mir dabei zu Gute.

Seit gut einem Jahr bin ich nun auf dem Markt und unsere Anfragen wachsen stetig. Mittlerweile haben wir 3 feste Standorte und es werden weitere hinzukommen. Zudem werden wir regelmäßig von großen Veranstaltern und bei Events gebucht. Wir sind stolz, was wir bis jetzt schon erreicht haben. Aber das soll nur der Anfang sein. Mein Unternehmen soll wachsen und in Deutschland zu einem echten Namen werden.

2. In einem anderen Interview mit den BR hatten Sie über die generelle Zukunft von Streetfood in Deutschland gesprochen. Warum glauben Sie, dass immer mehr Menschen gerne auf diese Alternative (zu Restaurants) zugreifen?

Das stimmt. Zum einen ist die Strecke zum einem Restaurant länger und zum anderen spielt der Faktor Zeit eine immer größer werdende Rolle. Streetfood ist nah, kommunikativ und günstiger als ein Restaurantbesuch. Meine Gäste berichten mir, wie gut ihnen der Besuch getan hat,- selbst stunden später bleibt ein gutes Gefühl im Körper zurück.

3. Sie sind in der Sternegastronomie groß geworden und beschäftigen sich sehr gerne mit dem klassischen „Hamburger“? Wie passt das zusammen?

Hamburger ist nicht gleich Hamburger. Man kann Hamburger gut, ziemlich gut und man DEN Hamburger machen. Um den einen Burger machen zu können, braucht es Erfahrung. Zudem spielen die richtigen Produkte und die richtige Zusammensetzung eine sehr zentrale Rolle. Ich verwende ausschließlich Bio, saisonale und regionale Produkte, Fleisch von glücklichen Tieren und hochwertige Briochebrötchen. Und es braucht dann noch das richtige Rezept und das Wissen, wie man all diese Nahrungsmittel so zusammenstellt, dass der Burger zu einem Traum wird.

Weil wir grade beim Thema Burger sind: Neben den sonstigen Klassikern einer gehobenen, internationalen Küche habe ich eine eigene Burger Linie entworfen, die ich TONIS HONKY TONK BURGER nenne. Ein Burger – eine Welt!

4. Aha. Sie haben eine neue Burger Linie entworfen?

Richtig. Und eine richtige gute Burger Linie, die in der Form einzigartig ist und mich von den Anderen deutlich abhebt.
Mit meiner Honkytonk – Linie habe ich eine Art „Honkytonk- Burgerfamilie“ erschaffen. Jeder dieser Burger besteht aus besonderen Ingredienzen und macht sie dadurch einzigartig. Neben meinem Klassiker,- dem TONIS HONKY TONK BURGER gehören hier auch noch der COACHMAN BURGER, der MOUNTAINMAN BURGER, der QUEENS BURGER, der EASTSIDE BURGER und der CALIFONIA NUGGET BURGER zur Familie!

5. Auf Ihrer Webseite sehen wir die Länder Amerika, Mexico, Deutschland, Italien, Frankreich, Italien und Asien mit je drei Hauptgerichten auf? Warum nur drei Gerichte je Land?

Natürlich könnte ich deutlich mehr Gerichte anbieten. Aber bevor ich 10 Gerichte mache, denen ich nicht die volle Aufmerksamkeit geben kann, demonstriere ich lieber drei mit völligem Herzblut und Leidenschaft.
Ich möchte meine Gerichte mit völliger Hingabe kochen und mich quasi in das Produkt hinein fühlen. Es braucht nicht die Masse. Es braucht Geschmack, Liebe und Verständnis.

6. Woher kommen den die Rezepte aus den jeweiligen Ländern? Selbst dort gewesen?

Die Rezepte habe ich teilweise selbst aus meinen Urlauben mitgebracht und vor Ort spreche ich gerne mit Kollegen von mir. Wir tauschen uns da aus. Zum anderen habe ich in meiner Laufbahn als Koch viele internationale Spitzenköche kennen gelernt. Dadurch hatte ich die Möglichkeit die besten Rezepte aus den jeweiligen Ländern zu bekommen.

7. Und alles immer Frisch?

ALLES! Und das jeden Tag. Teilweise beziehe ich die Nahrungsmittel vom Gemüsehändler, teilweise von ausgewählten Quellen der Region, aber auch Anlieferungen aus dem Ausland gehören zu meinem Alltag. Frische ist die Basis von gutem Essen. Und Sie dürfen eines nicht vergessen: ich spreche hier von Streetfood! Aber eben auch ein Niveau das mich von den aller meisten unterscheidet.

8. Stichwort CLEAN EATING. Immer mehr Menschen sind auf der Suche nach gesunder und – in Anführungsstriche „reiner Nahrung“? Nehmen Sie auch Teil an solchen Trends?

Clean eating ist für mich kein Trend. Es ist für mich eine Selbstverständlichkeit.

9. Wie ernähren Sie sich eigentlich selbst?

Ich selbst esse gesund, ausgewogen, normal und auch sehr gerne das, was ich selbst in meinem Foodtrailer verkaufe.

10. Klingt gut. Und haben Sie zudem einen Ausgleichssport?

Ich habe eine Familie und einen kleinen Sohn, der mich stehts auf trapp hält.